Krankenkasse Graubünden 2026 – Prämien, Vergleich & Spartipps
Stand: April 2026 · Lesezeit: ca. 5 Minuten
Graubünden ist der flächenmässig grösste Kanton der Schweiz, zugleich aber mit nur rund 202'000 Einwohnern einer der am dünnsten besiedelten. Von Chur über Davos bis ins Engadin erstrecken sich die Bündner Täler – eine Herausforderung für die medizinische Versorgung. Trotz der alpinen Lage sind die Krankenkassenprämien in Graubünden vergleichsweise moderat und liegen unter dem Schweizer Durchschnitt.
Das Kantonsspital Graubünden in Chur ist das zentrale Spital und deckt auch Spezialbehandlungen ab. In den Tourismusregionen Davos, St. Moritz und Lenzerheide gibt es zusätzliche Spitäler und Arztpraxen, die auch der lokalen Bevölkerung zugutekommen.
Durchschnittsprämien Kanton Graubünden 2026
| Kategorie | Franchise CHF 300 | Franchise CHF 2'500 |
| Erwachsene (26+) | CHF 381.– | CHF 262.– |
| Junge Erwachsene (19–25) | CHF 276.– | CHF 190.– |
| Kinder (0–18) | CHF 94.– | – |
Quelle: BAG/Priminfo, Stand 2026. Standardmodell, mit Unfalldeckung.
Bündnerinnen und Bündner zahlen damit rund CHF 97 weniger pro Monat als Versicherte in Zürich. Pro Jahr ergibt sich ein Unterschied von über CHF 1'160 – ein beachtlicher Betrag, der die höheren Lebenshaltungskosten in Tourismusorten teilweise kompensiert.
Prämienregionen im Kanton Graubünden
Trotz seiner enormen Fläche kennt Graubünden drei Prämienregionen:
| Prämienregion | Gemeinden (Beispiele) | Ø Prämie Erwachsene |
| Region 1 | Chur, Domat/Ems, Landquart, Igis | CHF 396.– |
| Region 2 | Davos, Klosters, Arosa, Ilanz | CHF 378.– |
| Region 3 | St. Moritz, Poschiavo, Scuol, Zernez | CHF 362.– |
Franchise CHF 300, Standardmodell. Quelle: BAG/Priminfo 2026.
Die Hauptstadt Chur liegt in der teuersten Region, was mit der höheren Ärztedichte zusammenhängt. Die abgelegenen Südtäler (Puschlav, Engadin, Unterengadin) sind am günstigsten. Der Unterschied beträgt CHF 34 pro Monat.
So sparen Sie im Kanton Graubünden
- Franchise erhöhen: CHF 2'500 statt CHF 300 bringt in Graubünden CHF 119 Ersparnis pro Monat – CHF 1'428 im Jahr. Besonders lohnend für junge, gesunde Bergler.
- Telemedizin nutzen: In einem weitläufigen Alpenkanton wie Graubünden spart Telmed nicht nur Geld (15–20 % Rabatt), sondern auch lange Anfahrtswege. Die telefonische Erstberatung ersetzt den Weg über den Pass.
- Hausarztmodell wählen: In vielen Bündner Gemeinden ist der Hausarzt ohnehin die erste Anlaufstelle. Formalisieren Sie dies mit einem Hausarztmodell und erhalten Sie 10–15 % Rabatt.
- Kasse wechseln: Auch in Graubünden lohnt sich ein jährlicher Vergleich. Die Grundversicherung garantiert überall die gleichen Leistungen.
Prämienverbilligung im Kanton Graubünden
Die individuelle Prämienverbilligung (IPV) im Kanton Graubünden:
- Einzelperson: Anspruch bei steuerbarem Einkommen bis ca. CHF 32'000
- Familien: Einkommensgrenzen je nach Haushaltsgrösse
- Graubünden berücksichtigt auch die hohen Lebenshaltungskosten in Tourismusgemeinden
- Der Antrag wird bei der Sozialversicherungsanstalt Graubünden (SVA GR) gestellt
- Kinder und Jugendliche in Ausbildung erhalten eine automatische Verbilligung
Mehr auf unserer Seite zur Prämienverbilligung.
Besonderheiten in Graubünden
Der Alpenkanton hat einige Spezialitäten bei der Krankenversicherung:
- Transportkosten: Rettungsflüge und Ambulanztransporte sind in alpinen Regionen häufiger nötig. Prüfen Sie eine Zusatzversicherung für Rettungskosten (z.B. Rega-Gönnerschaft).
- Dreisprachigkeit: Graubünden ist deutsch-, rätoromanisch- und italienischsprachig. Alle Krankenkassen bieten Service auf Deutsch an.
- Saisonale Bevölkerung: In Tourismusorten wie St. Moritz oder Davos schwankt die Bevölkerung saisonal stark – die Prämien basieren auf der ständigen Wohnbevölkerung.
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