Die günstigsten Kantone für Krankenkassenprämien 2026

25. September 2025 · 9 Min. Lesezeit
Panorama Schweizer Stadt mit See und Alpen

Inhaltsverzeichnis

  1. Komplettes Prämien-Ranking 2026
  2. Warum unterscheiden sich die Prämien?
  3. Günstigste vs. teuerste Kantone
  4. Lohnt sich ein Umzug?

Komplettes Prämien-Ranking aller 26 Kantone (2026)

Die folgenden Durchschnittsprämien gelten für Erwachsene ab 26 Jahren mit Franchise CHF 300 im Standardmodell (freie Arztwahl):

RangKantonØ Prämie/MonatØ Prämie/JahrTendenz
1Appenzell InnerrhodenCHF 298CHF 3'576Günstigster Kanton
2NidwaldenCHF 305CHF 3'660
3ObwaldenCHF 312CHF 3'744
4UriCHF 318CHF 3'816
5Appenzell AusserrhodenCHF 325CHF 3'900
6GlarusCHF 330CHF 3'960
7ThurgauCHF 338CHF 4'056
8GraubündenCHF 342CHF 4'104
9SchwyzCHF 348CHF 4'176
10St. GallenCHF 356CHF 4'272
11SchaffhausenCHF 360CHF 4'320
12WallisCHF 365CHF 4'380
13LuzernCHF 372CHF 4'464
14ZugCHF 375CHF 4'500
15FreiburgCHF 380CHF 4'560
16JuraCHF 385CHF 4'620
17AargauCHF 389CHF 4'668
18SolothurnCHF 392CHF 4'704
19BernCHF 398CHF 4'776
20ZürichCHF 425CHF 5'100
21NeuenburgCHF 435CHF 5'220
22WaadtCHF 448CHF 5'376
23TessinCHF 455CHF 5'460
24Basel-LandschaftCHF 458CHF 5'496
25Basel-StadtCHF 462CHF 5'544
26GenfCHF 510CHF 6'120Teuerster Kanton

Quelle: BAG-Daten 2026. Durchschnittswerte für Erwachsene, Franchise CHF 300, Standardmodell.

Warum unterscheiden sich die Prämien nach Kanton?

Die kantonalen Prämienunterschiede haben mehrere Gründe. Die Krankenkassenprämien werden vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) pro Prämienregion genehmigt und basieren auf den tatsächlichen Gesundheitskosten in der jeweiligen Region:

Prämienregionen innerhalb der Kantone

Viele Kantone sind zusätzlich in Prämienregionen unterteilt. So zahlen Sie im Kanton Bern je nach Wohnort unterschiedliche Prämien – in der Stadt Bern mehr als im Emmental. Die Schweiz kennt insgesamt über 40 Prämienregionen. Innerhalb eines Kantons kann der Unterschied zwischen der günstigsten und teuersten Region durchaus CHF 20–50 pro Monat betragen.

Günstigste vs. teuerste Kantone im Vergleich

Der Unterschied zwischen dem günstigsten (Appenzell I.Rh.) und dem teuersten Kanton (Genf) beträgt CHF 212 pro Monat oder CHF 2'544 pro Jahr. Für eine vierköpfige Familie summiert sich dieser Unterschied auf über CHF 7'000 jährlich.

Appenzell I.Rh.GenfDifferenz
MonatsprämieCHF 298CHF 510CHF 212
JahresprämieCHF 3'576CHF 6'120CHF 2'544
Familie (4 Pers.)~CHF 8'400~CHF 15'600~CHF 7'200

Die günstigsten Kantone im Detail

Die fünf günstigsten Kantone (Appenzell Innerrhoden, Nidwalden, Obwalden, Uri, Appenzell Ausserrhoden) haben einige Gemeinsamkeiten:

Warum die Westschweiz und Basel so teuer sind

Genf, Basel-Stadt und die Waadtländer Agglomerationen gehören regelmässig zu den teuersten Regionen. Die Gründe sind strukturell:

So sparen Sie in Ihrem Kanton

Unabhängig davon, in welchem Kanton Sie wohnen, können Sie Ihre Prämien deutlich senken. Die effektivsten Massnahmen sind:

  1. Krankenkasse wechseln: Innerhalb des gleichen Kantons kann der Unterschied zwischen der teuersten und günstigsten Kasse CHF 100–200 pro Monat betragen.
  2. Franchise erhöhen: Mit einer Franchise von CHF 2'500 statt CHF 300 sparen Sie CHF 100–150 pro Monat.
  3. Versicherungsmodell anpassen: HMO oder Telmed-Modelle bieten 10–25% Rabatt auf die Prämie.
  4. Prämienverbilligung beantragen: Je nach Kanton und Einkommen haben Sie Anspruch auf eine individuelle Prämienverbilligung (IPV).

Kombiniert können diese Massnahmen eine Ersparnis von CHF 3'000–5'000 pro Jahr bringen – auch in teuren Kantonen wie Genf oder Basel.

Lohnt sich ein Umzug wegen der Krankenkasse?

Rein rechnerisch kann ein Umzug in einen günstigeren Kanton Tausende Franken sparen. Aber die Gesamtrechnung ist komplexer:

Tipp: Statt umzuziehen, können Sie innerhalb Ihres Kantons bis zu CHF 4'000 sparen, indem Sie die günstigste Kasse wählen, die Franchise optimieren und ein alternatives Versicherungsmodell nutzen.

Prämienentwicklung: Was erwartet uns?

Die Krankenkassenprämien steigen seit Jahren kontinuierlich. In den letzten 10 Jahren betrug die durchschnittliche Prämienerhöhung rund 3–4% pro Jahr. Für 2026 hat das BAG eine moderate Erhöhung genehmigt, die je nach Kanton unterschiedlich ausfällt.

Einige Faktoren, die die zukünftige Prämienentwicklung beeinflussen:

Umso wichtiger ist es, die eigene Versicherungssituation jährlich zu prüfen und zu optimieren. Der Wechseltermin ist jeweils der 30. November für das Folgejahr.

Häufige Fragen

Genf hat die höchste Ärztedichte, die höchsten Gesundheitskosten pro Kopf und eine teure Infrastruktur mit dem grossen Universitätsspital HUG. Dazu kommt ein überdurchschnittliches Leistungsverhalten der Bevölkerung. All das wirkt sich direkt auf die Prämien aus.

Nein. Ihre Prämie richtet sich nach Ihrem offiziellen Wohnsitz (Prämienregion). Aber Sie können innerhalb Ihres Kantons optimieren: Kasse wechseln, Franchise anpassen, Modell ändern. So sparen Sie bis zu CHF 4'000 pro Jahr.

Die Reihenfolge bleibt relativ stabil. Die günstigsten Kantone (Innerschweiz, Appenzell) und die teuersten (Genf, Basel, Waadt) behalten ihre Positionen meist über Jahre hinweg. Innerhalb des Mittelfelds gibt es aber regelmässig Verschiebungen.

Grosse Kantone wie Bern, Graubünden oder Waadt sind in mehrere Prämienregionen unterteilt. In der Stadt Bern zahlen Sie beispielsweise höhere Prämien als im ländlichen Emmental. Der Unterschied kann CHF 20–50 pro Monat betragen.

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