Concordia Krankenkasse 2026 – Prämien, Modelle & Bewertung
Die Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung mit Hauptsitz in Luzern gehört gemäss BAG-Daten zu den mittelgrossen Krankenkassen der Schweiz mit rund 600'000 Versicherten. Die Concordia ist besonders bei Familien beliebt und hat sich einen Ruf als familienfreundlicher Versicherer erarbeitet.
Die Kasse wurde 1914 gegründet und ist als Verein organisiert, was bedeutet, dass sie keinen Aktionären verpflichtet ist, sondern direkt ihren Mitgliedern. Dieser genossenschaftliche Charakter prägt die Unternehmenskultur bis heute.
Steckbrief Concordia
| Gründungsjahr | 1914 |
| Hauptsitz | Luzern |
| Versicherte (OKP) | ca. 600'000 |
| Verfügbare Kantone | Alle 26 Kantone |
| Modelle | Standard, Hausarzt, Telmed |
Prämienüberblick 2026
Concordia positioniert sich gemäss BAG-Daten im mittleren Prämiensegment. Die monatlichen Prämien für Erwachsene (Franchise CHF 300) liegen ungefähr in folgenden Bereichen:
| Kanton | Standard (ca.) | Hausarzt (ca.) |
|---|---|---|
| Zürich | CHF 400–440 | CHF 360–400 |
| Bern | CHF 370–410 | CHF 330–370 |
| Luzern | CHF 350–390 | CHF 310–350 |
| Wallis | CHF 370–400 | CHF 330–360 |
| Tessin | CHF 430–470 | CHF 390–420 |
Durch die Wahl einer höheren Franchise oder eines alternativen Modells lässt sich bei der Concordia spürbar sparen.
Verfügbare Modelle
In der Grundversicherung bietet die Concordia folgende Modelle an:
- Standard-Modell: Freie Arztwahl ohne jegliche Einschränkung. Höchste Prämie, maximale Flexibilität.
- Hausarzt-Modell (DIRECT): Der Hausarzt ist die erste Anlaufstelle und überweist bei Bedarf an Spezialisten. Prämienrabatt von mehreren Prozent.
- Telmed-Modell (DIRECT Telmed): Telefonische Erstberatung über eine medizinische Hotline. Bei Bedarf erfolgt eine Überweisung. Besonders kostengünstiges Modell.
Im Vergleich zu grösseren Kassen wie CSS oder Helsana bietet die Concordia kein eigenes HMO-Modell an. Für Versicherte, die ein Gruppenpraxis-Modell bevorzugen, ist dies ein relevanter Unterschied.
Vorteile der Concordia
- Familienfreundlichkeit: Die Concordia ist bekannt für attraktive Konditionen für Familien mit Kindern, insbesondere im Bereich der Zusatzversicherungen.
- Vereinsstruktur: Als Verein ist die Concordia ihren Mitgliedern verpflichtet, nicht Aktionären. Allfällige Überschüsse fliessen in die Reserven oder kommen den Versicherten zugute.
- Guter Kundenservice: In unabhängigen Bewertungen schneidet die Concordia beim Service regelmässig gut ab.
- Schweizweite Verfügbarkeit: Trotz ihrer Grösse ist die Concordia in allen 26 Kantonen aktiv.
- Moderate Prämien: Im Mittelfeld angesiedelt – günstiger als Premiumkassen, teurer als Billigkassen.
Nachteile der Concordia
- Kein HMO-Modell: Wer eine HMO-Gruppenpraxis nutzen und maximal sparen möchte, muss auf andere Kassen ausweichen.
- Nicht die günstigste: Wer rein nach dem Preis entscheidet, findet bei Assura oder Agrisano tiefere Prämien.
- Digitales Angebot ausbaubar: Im Vergleich zu stark digital ausgerichteten Kassen wie Sanitas oder Atupri gibt es Nachholbedarf bei der App-Funktionalität.
Für wen eignet sich die Concordia?
Die Concordia ist besonders geeignet für Familien, die eine verlässliche Kasse mit fairem Preis-Leistungs-Verhältnis suchen. Versicherte, die Wert auf eine genossenschaftliche Struktur und persönlichen Service legen, finden bei der Concordia eine gute Anlaufstelle.
Singles oder junge Erwachsene, die primär die tiefste Prämie oder ein HMO-Modell suchen, sind bei anderen Kassen möglicherweise besser aufgehoben. Nutzen Sie unseren Wechsel-Ratgeber für eine individuelle Empfehlung.
Häufige Fragen zur Concordia
Die Concordia bietet in der Zusatzversicherung spezielle Kinderprodukte mit attraktiven Konditionen an. Zudem profitieren Familien von vereinfachten Administrativprozessen, wenn alle Mitglieder bei der Concordia versichert sind.
Als Verein hat die Concordia keine Aktionäre, die Rendite erwarten. Überschüsse kommen direkt den Versicherten zugute, beispielsweise durch stabile Prämien oder höhere Reserven, die künftige Prämienerhöhungen abfedern.
In der Grundversicherung sind bestimmte komplementärmedizinische Methoden gedeckt, sofern sie von einem anerkannten Arzt durchgeführt werden. Für erweiterte Abdeckung empfiehlt sich eine Zusatzversicherung.
Quelle: BAG/Priminfo. Stand: 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Die genannten Prämien sind Richtwerte und können je nach Alter, Region und Franchise abweichen.
Weitere Krankenkassen im Vergleich
- CSS Versicherung – Grösster Versicherer der Schweiz
- Swica – Service-Champion
- EGK – Fokus auf Komplementärmedizin
- Visana – Stark im Mittelland
- Groupe Mutuel – Vielfältige Marken
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